Montag, 23. März 2015

Bühnenwerke eines Lilienfelder Schriftstellers werden aufgeführt

Die Theaterspielgruppe Lilienfeld möchte mit dem Projekt “Aus der Feder des Mönchs” zur Wiederentdeckung des Volksschriftstellers P. Bartholomäus Widmayer beitragen. Schon vor 1900 erschienen von ihm erste Erzählungen und Gedichte in Zeitungen und Sammlungen. Nach 1904 wandte er sich auch dramatischen Werke zu. An die zwanzig Stücke – in Schriftsprache und in Mundart – liegen vor. Sie sind bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht worden. Die Werke zeigen vor allem die Vertrautheit des Cistercienserpaters Bartholomäus Widmayer mit den Gedanken der Landbevölkerung seiner Zeit. Er konnte manche Abläufe des alltäglichen Lebens sehr realitätsnah schildern und typische Charaktere pointiert beschreiben.
Von 20.-29. März 2015 spielt die Theaterspielgruppe Lilienfeld bei den einzelnen Vorstellungen jeweils mehrere Possen (in gekürzter Form) von P. Bartholomäus Widmayer. Es werden z. B. gespielt: “Das Bild des Foxl” (Schwank in zwei Aufzügen, München 1917), “Der Afrikaforscher am Kochherd” (Zukunftsposse in zwei Aufzügen, München 1917), “Der billige Knecht” (Schwank in zwei Aufzügen, Linz 1924).

P. Bartholomäus Widmayer wurde 1873 in Stratzing bei Krems geboren. Er trat 1896 in das Stift Lilienfeld ein und empfing 1901 die Priesterweihe in St. Pölten. Er wirkte am Sängerknabeninstitut Lilienfeld, als Kaplan in Obermeisling, Annaberg und Lilienfeld, als Seelsorger in Loiwein und Josefsberg. Er starb im Alter von 58 Jahren am 24. März 1931. Drei seiner Neffen waren auch Cistercienser von Lilienfeld.

Mittwoch, 18. März 2015

Theology of "Preaching the Crusades"

Billy Graham preaching at a Crusade
A recent article on the Josias blog reminds us of how important it is to understand St. Bernard's Crusade-preaching as a theological topos in Church History. Cistercian research has recently neglected the military orders affiliated with the Order of Cîteaux (like the Knights of Calatrava), but the connections are manifold. True: The Crusades are inseparable from violence and therefore very disturbing. To understand them more deeply, one needs to take a sobering look at the larger connections between religion and violence. In fact, the current upswing of Islamic violence should remind us to look at how Christian theology has reflected upon Christian violence in its own development, recently coming to the conclusion that – theologically speaking – there can be no such thing as a "religious war" in our day.

Montag, 16. März 2015

EUCist09 in Reinfeld abgehalten, Thema: Wirtschaftsgeschichte


Die 1221 konsekrierte Kirche von
Zarpen, einer Grundherrschaft
der Abtei Reinfeld.
In Reinfeld versammelten sich Anfang März 2015 bekannte Cistercienserforscher: Aus dem Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich waren Pater Alkuin Schachenmayr und Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck angereist; auch der frühere Landesbischof von Hannover und Abt zu Loccum, Horst Hirschler, nahm an der Tagung teil. Die beiden Herausgeber des bald in Druck erscheinenden Klosterbuches Schleswig-Holstein,  Katja Hillebrand und und Oliver Auge von der Christian-Albrechts-Universität Kiel stellten neben der Gesamtkonzeption ausgewählte Kapitel zum Rudekloster (an der Stelle des heutigen Schlosses Glücksburg) und den vormaligen Frauencistercen vor. Ihre Arbeit wurde von Peter Johanek vom Institut für vergleichende Städteforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Werner Rösener aus Gießen, die vergleichbare Sammelbände redaktionell betreut haben, lobend hervorgehoben. Beide Letztgenannten widmeten sich in ihren Referaten der mittelalterlichen Geschichte des Ordens in einer Gesamtschau anhand prominenter Beispiele, wie etwa Ebrach und Walkenried.  Jörg Oberste referierte über "Klostermanagement in der Waldeinsamkeit – wirtschaftliche Probleme und Reformen im Cistercienserorden des 12./13. Jahrhunderts".“
Besichtigung des
ehem. Reinfelder Stadthofes
in Lübeck mit
Architekturhistoriker
Jens Christian Hols

Eine Reihe weiterer Vorträge spann den Bogen von dem früheren Benediktinerinnenkloster Preetz, vorgestellt durch Johannes Rosenplänter, bis zur ehemaligen Cisterce Reinfeld, vorgetragen von Martin Schröter. Simon Sosnitza stellte Loccums Wirtschaft unter dem Aspekt „Stein – Salz – Wasser“ vor. Die gute Stimmung und das große Interesse derTeilnehmer sorgten im Anschluss an die Vorträge für fruchtbare Diskussionen.
Landesbischof i.R. und Abt zu Loccum
D. Horst Hirschler (an der Kanzel)
und Abt em. von Heiligenkreuz,
Gregor Henckel-Donnersmarck (sitzend).
Auch das Erleben und Schauen kamen nicht zu kurz: Am Freitag leiteten die beiden Äbte eine ökumenische Vesper in der Zarpener Kirche; in ihr sang der Projektchor der Walddörfer-Kantorei aus Hamburg-Volksdorf u. a. Flor Peeters Te Deum.

Zum Abschluss der Tagung führte Herr Jens-Christian Holst die Teilnehmer zu den vormaligen Klosterhöfen der Hansestadt Lübeck.

Die Tagung wurde ermöglicht durch eine Zusammenarbeit des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins, der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte und des Heimatbundes Stormarn. (Verfasst von Martin Schröter)