Donnerstag, 29. Januar 2015

Tagung: Der monastische Beitrag zur europäischen Kunst

Eine internationale Fachtagung in der Cistercienserabtei Stična wird am 14. April 2015 den Einfluss der monastischen Orden auf die europäische Kunst und Kultur beleuchten. Sie findet im Rahmen des Projekts RISECI statt, das sich mit dem Beitrag der Religion zur kulturellen Identität Europas beschäftigt. Themen, die behandelt werden, sind unter anderem die Rolle der Benediktsregel und der Cistercienserklöster in der europäischen Kunstgeschichte. Kunsthistoriker, Historiker, Theologen, Architekten und andere Experten werden referieren. Die Vortragssprachen sind Englisch und Slowenisch, wobei eine englische Simultanübersetzung angeboten wird.
Weitere Infos: Nataša Polajnar Frelih, +386 1 78 77 863, natasa.polajnar@guest.arnes.si

Sonntag, 25. Januar 2015

Pope honors Cistercian Martyrs in Spanish Civil War

Pope Francis announced on January 22, 2015 that when the Servants of God Pio Heredia Zubia and seventeen companions were murdered in Spain in 1936, they died as martyrs. That is, their blood was shed as a result of "hatred of the faith" in the course of the Spanish Civil War. They are only a few of the total of 6,832 clerical victims known to have been killed from 1936 to 1939. 13 bishops, 4,172 diocesan priests and seminarians, 2,364 monks and friars and 283 nuns were murdered, in some cases as they were celebrating Mass or, in the case of the nuns, after being raped.
The Trappist monks recognized by the Holy Father were from Viaceli Abbey (Cantabria) and the nuns from the Abbey Santa Maria de Gratia Dei (Valencia). The women's convent lost two abbesses to the bloodshed: Abbess Michaela Maldovi and Abess Navidad Medes were shot. Some of the monks from Viaceli Abbey were remarkably young, several of them were in their early 20s.
In all, three groups of Trappists wer martyred during the 20th Century: 19 during the Spanish Civil War, 35 in China in 1947, and 7 in Algeria.
The Spanish martyrs are an example of certain "blind spots" that become evident when using the web for monastic resources: only very few sites have substantial information about them. The best one is here (in Spanish).

Mittwoch, 14. Januar 2015

Neue Dissertation aus Gießen zum Exordium Magnum

historikerverband.de meldet Folgendes über Holger Sturms soeben eingereichte Dissertation: „Ursprünge und Entwicklung des Zisterzienserordens aus der Sicht des Konrad von Eberbach in seinem Werk ,Exordium magnum.'“
Initiale aus dem Exordium,
Hessische Landesbibliothek
Wiesbaden Hs. 381, fol. 6v

Es folgt ein wörtliches Zitat von der Homepage des Historikerverbands:
Überblickt man die bisherigen Bemühungen der Wissenschaft um das „Exordium magnum“ des Konrad von Eberbach, so lässt sich zum einen das Bestreben v.a. Bruno Grießers (1961) nennen, eine textkritische Ausgabe zu erstellen, zum anderen die Quelle durch kommentierte Übersetzungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen (Französisch: Piébourg 1998; Deutsch: Piesik 2000/2002; Englisch: Ward / Savage 2012). Daneben existieren zumeist kürzere Abhandlungen zu einzelnen Aspekten, allgemeine Einführungen, die den Übersetzungen vorangestellt sind (McGuire; Savage), sowie eine im Jahr 2000 erschienene amerikanische Dissertation von Paul Savage mit dem Titel „History, Exempla, and Caritas in the Exordium magnum“, welche die deutsche Zisterzienserforschung bislang nicht hinreichend berücksichtigt hat. Im Rahmen des geplanten Dissertationsvorhabens sollen nach einer Darstellung des Forschungsstandes die textkritischen Untersuchungen Grießers eine Erweiterung in der Hinsicht erfahren, dass eine Kollationierung und Einordnung des Codex Eberbacensis erfolgt, was dem Editor aufgrund des Fehlens der Handschrift nicht möglich war. Hierbei gilt es übergreifend der von der Forschung in Teilen genannten, jedoch nicht ausreichend belegten These nachzugehen, dass es sich bei dem Codex Eberbacensis um das Arbeitsexemplar des Verfassers Konrad von Eberbach handelt. Was den Verfasser selbst betrifft, so werden in den Einführungen zu der Quelle zwar dessen Eintritt in Cluny sowie Wechsel nach Eberbach dargestellt und seine für die Abfassung des Werkes verwendeten Vorlagen nachgewiesen, es wurde bislang jedoch noch nicht aufgezeigt, wie genau Konrad von Eberbach kompiliert. Auch wurden noch nicht hinreichend Konrads Bildung, Sprache, Stil sowie Causae scribendi untersucht. Vereinfacht ausgedrückt geht es also darum zu untersuchen, wo Konrad von Eberbach „greifbar“ ist, da über diesen Eberbacher Abt bislang kaum etwas bekannt ist. Konrad von Eberbach und dessen Leser-/ Hörerschaft gehörten einer Generation an, die ihrer charismatischen Leitfigur Bernhard von Clairvaux entbehren musste und deutlich auf das Wachstum bzw. die Entwicklung des Ordens schauen konnte und angesichts zeitgenössischer Entwicklungen wie dem Aufkommen neuer Orden (Konrad von Eberbach stirbt 1221) musste. Damit stellt sich die Frage nach zisterziensischem Selbstverständnis und Traditionsbildung. Hierauf geht die von Paul Savage verfasste Dissertation in Teilen ein, jedoch können dessen Beobachtungen eine Erweiterung u.a. in der Hinsicht erfahren, dass die Darstellung des „Exordium magnum“ mit derjenigen des „Dialogus miraculorum“ verglichen und damit untersucht wird, in welcher Weise generationelle Besonderheiten thematisiert und reflektiert werden.
Die Arbeit wurde von Stefan Tebruck und Werner Rösener betreut und zum Jahreswechsel 2014/2015 an der Justus-Liebig-Universität Gießen eingereicht