Mittwoch, 24. Dezember 2014

New genre - Children's Cinema

Jim Morlino founded navis pictures in order to make Catholic films in a new genre - Children's Cinema. The results, for instance in the film The War of the Vendeeare fascinating; they have a pageant play feel.
Filmstill from "The War of the Vendee"
"With the purpose to glorify God," claims Morlino, "we can make movies that are truly greater than the sum of their parts. None of these kids are professional actors, and most of them have never even had any formal acting instruction."
A "real" pageant play in the 1950s
Once you adjust to it, you notice that the children are able to convey aspects of adult experience in a special way. The purity of their hearts helps them to convey adult experience in a simpler way that is at the same time very substantial.
That's nothing new to Morlino. He thinks that "the idea of navis pictures will appeal to just about anyone who appreciates truth, beauty, innocence and joy." He sees spiritual, educational and entertainment value in films no one talks about anymore, but which no one has forgotten: The Sound of Music, It's a Wonderful Life, The Lord of the Rings, or Mary Poppins. Like many Catholics interested in redeeming their family time and getting out of the downward spiral of prime-time TV, they gave up cable years ago.
"Dieu le Roi" badge

Morlino doesn't want to compare "our little films" to Hollywood classics, but with The War of the Vendee he aspires to a new form of "distinctly Catholic art" that is by no means limited to children's audiences. While it is true that children will love the pictures, adults will discover an intriguing new way of looking at films. It's hard to explain, but it is tangible and refreshing. We wish Morlino success with many further films. He even encourages others to make films, in the sense of "creative minorites" who have a great chance to flourish in the internet age; that's why Morlino includes a link on his homepage on How To Make A Movie.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Josef Meinrad als Cistercienser im Film "Siegel Gottes" (1949)

In seinem siebenten Film – Das Siegel Gottes (1949) – spielte Josef Meinrad einen Cistercienserpriester, der das Beichtgeheimnis nicht preisgibt. Mindestens zwei Szenen wurden auf dem Areal des Stiftes Heiligenkreuz gedreht, und zwar am barocken Kreuzweg (vor der letzten Station) und im mittelalterlichen Kreuzgang. Bei den Dreharbeiten waren mehrere Mitbrüder aus dem Heiligenkreuzer Konvent anwesend, sie erscheinen aber nicht im Film.

Die Darstellung eines österreichischen Cisterciensers der Gegenwart ist optisch gelungen; der Habit ist mit seinem charakteristischen Kragen und der fehlenden Kapuze realitätsnahe geschneidert.

Meinrad spielte Priesterrollen oft und gerne, war er doch selber in einem Knabenseminar der Redemptoristen in Niederösterreich erzogen worden. Als geistlicher Lehrer in der Trapp-Familie (1956) wurde er wieder im Kontext der österreichischen Selbstpräsentation nach Außen bekannt, dieses Mal auf ein US-amerikanisches Publikum zielend. 1957 spielte er den Kapuzinerprediger in Wallensteins Lager am Wiener Burgtheater. Diese und andere Rollen machten ihn für eine Generation von Österreichern zum Idealbild des katholischen Priesters in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

"Im identitätsverunsicherten Österreich der Nachkriegsjahre nahm Josef Meinrad eine 'Rolle' ein, die ihn zur Identifikationsfigur und zum Repräsentanten eines sich neu etablierenden Österreichbewusstseins erhob."1



1 Agnes Kapias, "Theaterspielen: Das ist für mich wie Beten –!" Josef Meinrads Darstellung geistlicher Würdenträger, in: Josef Meinrad – der ideale Österreicher, hg. von Julia Danielczyk (Wien 2013) 164-185, hier 164.

Montag, 8. Dezember 2014

Österreichische Mediathek stellt Interview (1973) mit Abt Rauscher von Schlierbach online

Am 23. Nov. 1973 führte der Schauspieler und Journalist Erich Schenk ein Interview mit Abt Dr. Othmar Rauscher (1919-1995) von Schlierbach. Das Gespräch war eines von über 1300 Einzelinterviews mit bekannten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Kirche, die Schenk von 1972 bis 1995 im Auftrag der Österreichischen Phonothek führte. Die Österreichische Mediathek hat nun eine große Anzahl davon aufgearbeitet, digitalisiert und langzeitgesichert. Viele – wie das mit Abt Othmar – sind online in voller Länge hörbar.

In der Reihe von rechtlich freigeschaltenen Interviews sind auch Schenks Gespräche mit dem Begründer und Präsidenten der Paneuropa-Bewegung Richard Coudenhove-Kalergi, der Diva Zarah Leander, dem Erzbischof von Wien Kardinal König und dem Dichter, Theaterautor und Domkapitular Prälat Josef Wagner zu hören.

Das Gespräch mit Othmar Rauscher streift die Geschichte und Tätigkeit des Stiftes Schlierbach, die Missionsarbeit (allgemein und im Detail auf Schlierbachs Initiativen bezogen), die einflussreiche Persönlichkeit von Abt Dr. Alois Wiesinger und ist schließlich eine kurze biographische Skizze des Othmar Rauscher selbst. Er, aus einer niederösterreichischen Bauernfamilie stammend, wurde 1931 ins Schlierbacher Stiftsgymnasium aufgenommen, maturierte 1938 und trat darauf hin ins Noviziat ein. Nach dem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg, in dem er seinen rechten Arm verlor, legte er 1945 die Feierliche Profess ab, wurde 1946 zum Priester geweiht, 1948 zum  Dr. theol. promoviert und 1949 Kaplan für wenige Monate, bevor er schließlich als Präfekt ins Schlierbacher Gymnasium zurückkehrte, wo er bis 1960 wirkte.

Im Interview werden Rauschers Reisen nach Lateinamerika (1955) und Afrika (1960) erwähnt. Beginnend mit dem Jahr 1961 verbrachte er 10 Jahre im Dienst des Päpstlichen Missionswerks in Bayern. Von 1971 bis 1983 war er Abt von Schlierbach.