Montag, 17. Februar 2014

EUCist 8 Doktorandenkolloquium ein Erfolg!


Am 14./15. Februar 2014 fand die achte EUCist Tagung statt, dieses Mal nahm sie die Form eines Doktorandenkolloquiums in Heiligenkreuz. Alle zwei Jahre widmen wir uns den Nachwuchsforschern und -forscherinnen, die über ein cisterciensisches Thema promovieren. Die Themenauswahl ist recht unterschiedlich, von mittelalterlicher Klostergründung und Patronanz bis hin zu Barockprälaten. An den zwei Tagen hörten wir auch Referate über Chorgestühle, Bibliotheksgeschichte (bzw. "Texttransfer"), und Visionsliteratur. Rechtsgeschichte und Kodikologie waren auch vertreten. Tagungsbericht folgt!

Leiter der Veranstaltung waren, wie in früheren Jahren, Jörg Oberste (Universität Regensburg) und Pater Alkuin Schachenmayr (Heiligenkreuz). Viele Teilnehmer interessierten sich auch für den lebendigen Klosteralltag und nahmen an der Liturgie der Mönche teil. EUCist Tagungen finden jährlich statt. Foto oben: Vor dem Kirchenportal zur Heiligenkreuzer Abteikirche. Rechts: Bei der Besichtigung des romanischen Getreidespeichers. 

Samstag, 1. Februar 2014

Immer mehr Totenroteln online

Die Staatliche Bibliothek Regensburg hat ihre Sammlung von zehn Bänden Totenroteln aus dem Benediktinerstift St. Emmeram kürzlich online gestellt (Bericht). Das ist nun mindestens die zweite digitalisierte Sammlung, die jederzeit abgerufen werden kann. Seit einiger Zeit ist schon die Sammlung des Benediktinerklosters Ensdorf (heute in der Provinzialbibliothek Amberg) online. Die Totenrotel ist eine lang vernachlässigte Quelle, die erstens faszinierende Vignetten zeigt und zweitens  große Erkenntnisse über klösterliches Leben (und Sterben) in der Frühen Neuzeit erschließt.

Beispiel für spannende Forschung mit Online-Werkzeug

In einem kurzen Beitrag über Abt Adam von Perseigne und seine Rezeption des Speculum virginum zeigt ein bekannter Wissenschaftsblogger, was ein Mediävist alles über aktuelle Forschungsmittel  erreichen kann ... ohne seinen Schreibtisch verlassen zu müssen. Mit den notwendigen Vorkenntnissen ergeben sich Verknüpfungen mit einer rasch zunehmenden Anzahl von Digitalisaten und Datenbanken. Keine Frage: Google Books bringt erhebliche Vorteile für die Forschung. Freilich weiß keiner, wie die Zugangsbestimmungen weiter gehen werden, und wann Bezahlung verlangt wird. Als Kostprobe lohnt sich jedenfalls die Lektüre des kurzen Beitrags über Adams Liber de mutuo amore ad sacras virgines und den kürzlich zuvor erschienenen Jungfrauenspiegel: auf dem Blog Ordensgeschichte.