Mittwoch, 26. Juni 2013

Evangelische Gemeinschaft schreibt eine Regel

"Wie Gefährten leben. Eine Grammatik der Gemeinschaft" ist eine Regel, die sich die OJC-Kommunität (Offensive Junger Christen) zusammen mit Dominik Klenk erarbeitet hat. Abtprimas Notker Wolf OSB hat ein Nachwort dazu verfasst. Der Regeltext ist eine gründlich durchdachte, im Laufe von 40 Jahren entstandene Annäherung an eine "Ordensregel". Sie soll die Grundlage sein, nach der die OJC-Gefährten sich in Gemeinschaft verpflichten. Begriffe wie "Beichte" und "Geschwätz" lassen aufhorchen, natürlich sind zu erwartende Abschnitte wie die 11 Absätze zum Thema Gebet auch vertreten. Absatz 85 steht am Anfang des Abschnittes über die "Konjugation von Berufung": "Jede Berufung, die von Gott ausgeht, zieht Menschen in eine Beziehung zu ihm und damit immer auch in vielfältige Beziehungen zu anderen Menschen. Die größte Herausforderung des Lebens, das eigentliche Abenteuer, sind die Begegnungen mit Gott und mit Menschen.“ Die Regel ist im Brunnen Verlag erschienen und allgemein lieferbar.

Samstag, 8. Juni 2013

Von klösterlichem Grundbesitz zur Territorialherrschaft in Holstein

Diese Quellenedition umfasst 716 Einträge der fragmentarisch überlieferten Klosterbücher (Erdbücher) des Cistercienserklosters Reinfeld in Holstein der Jahre 1544 bis zur Säkularisierung 1582. Das zweite Klosterbuch wurde als Reinfelder Amtsbuch unter der Herrschaft Herzog Johanns von Schleswig-Holstein-Sonderburg fortgeführt und dokumentiert die Transformation der klösterlichen in eine Territorialherrschaft der werdenden modernen Staatlichkeit noch vor dem Dreißigjährigen Krieg aus den Jahren 1582 bis 1620. Die Einträge geben tiefe Einblicke in die Lebenswelt der „kleinen Leute“, die in vielfältigen Formen mit dem Kloster und seiner bedeutenden Grundherrschaft im Raum zwischen Hamburg und Lübeck verbunden waren.