Donnerstag, 25. März 2010

Tagungsbericht Doktorandenkolloquium

Kaum zwei Wochen nach dem Abschluss unseres Kolloquiums für Nachwuchsforscher erscheint bereits der Tagungsbericht. Per Mausklick erfahren Sie nähere Details über die Referate und die anwesenden Personen. Nächster Termin: 4./5. März 2011 in der Cisterce Bronnbach (Bild links). Wir widmen uns dem Thema Klausur. Ordensrechtler, Spirituelle Theologen, Bauforscher und andere sind herzlich eingeladen, den Termin jetzt schon vorzumerken.

Dienstag, 23. März 2010

Friedenskuss hat eine alte Tradition

Manche meinen, der Freidensgruß sei eine Neuerung der Liturgiereform des 20. Jahrhunderts. Weit gefehlt! Der Friedenkuss hat eine ehrwürdige und tiefe theologische Tradition. Ein neuer Beitrag von Klaus Schreiner zum Osculum pacis geht der Frage nach: von der Psalmenstelle iustitia et pax osculatae sunt über den verweigerten Friedenskuss in der Rechtsgeschichte bis hin zum wesentlichen cisterciensischen Moment: Aelred von Rievaulx. Bei ihm findet das heidnische Ideal der Tugendfreundschaft die Vervollkommnung durch die Lehre Jesu Christi. Schreiner zeigt wie der Freundschaftsdiskurs durch Cistercienser eine sprunghafte Entwicklung und Verfeinerung erfuhr. "Als Form der Friedensstiftung und Friendssicherung kam der Friedenskuss in Übung durch den Transfer eines kirchlichen Rituals in die weltliche Herrschaftssymbolik." Siehe: Klaus Schreiner, Osculum Pacis, in: Claudia Garnier / Hermann Kamp (Hg.), Spielregeln der Mächtigen (Darmstadt 2010) 165-203.

Sonntag, 21. März 2010

Cistercian Biographies Online

Eine sehr starke Suchmaschine ist seit wenigen Tagen abrufbar: Hier finden Sie einen Gesamtüberblick über alle Cistercienser-Biographien, die bisher im Netz zu finden waren, und viele neue dazu. Die neue Cistercienserbiographie soll - nach dem Vorbild ähnlicher biographischer Nachschlagewerke wie ODNB, NDB oder BBKL - ein umfassendes Nachschlagewerk zu bedeutenden und weniger bedeutenden Cisterciensern der letzen 900 Jahre werden. Die Biographien wenden sich v.a. an ein interessiertes Laienpublikum, sollen aber trotzdem historisch korrekt sein und 900 Jahre Ordensgeschichte durch die Lebensgeschichten seiner Mitglieder vermitteln. Ein großes Lob gilt Gerd Gessinger, der seit vielen Jahren Nachschlagewerke über Ordensleute im Internet aufbaut und fleißig betreut.

Mittwoch, 17. März 2010

Studientag Abt Karl Braunstorfer

Der Heiligenkreuzer Reformabt Karl Braunstorfer gehört zu den prägenden Gestalten des Ordens im 20. Jahrhundert. Er widmete sich dem Wiederaufbau des Klosters nach dem Krieg und der Vertiefung des monastischen Lebens. Tagesablauf, Lebensführung und Liturgie eines traditionell josephinischen Stiftes wurden im cisterciensischen Geist neu geordnet. Abt Karl war auch Abtpräses der Österreichischen Cistercienserkongregation und daher einflussreich in vielen Klöstern des Ordens. Seine Teilnahme als Konzilsvater am II. Vatikanum und seine Durchführung der Konzilsbeschlüsse sind Vorbilder für die weise Verbindung von monastischer Tradition, ausgeprägter Papsttreue und den Bedürfnissen unserer orientierungslosen Zeit. Tagungsablauf hier.

Mittwoch, 3. März 2010

Seminar für junge Forscher überinskribiert!

Das EUCist veranstaltete am 5./6. März 2010 ein Doktorandenkolloquium im Stift Heiligenkreuz. Die Diskussion gegenwärtig laufender Dissertationen sowie die Präsentation der Ergebnisse bereits abgeschlossener Dissertationen soll unter dem Dach des EUCist ein lockeres Netzwerk von Nachwuchswissenschaftler(inne)n entstehen lassen, in dem auf kurzem Weg auch in Zukunft Fragen, Informationen und Tipps ausgetauscht werden können. Jens Rüffer eröffnete die Referate mit seinem Bericht über neuere Tendenzen der Cistercienserforschung. Mehr als 10 weitere folgten: Die Position des Klosteroberen bei Cisterciensern und Kartäusern, Leben und Wirtschaften im mittelalterlichen Frauenkloster, Architektur, Baupraxis, Volkskunde, Wirtschaftsgeschichte und Philologie waren auch vertreten. Das Seminar wurde von Prof. Jörg Oberste (Regensburg) und P. Alkuin Schachenmayr (Heiligenkreuz) betreut.

Montag, 1. März 2010

Had Luther read William of St. Thierry...

Biblical scholar Klaus Berger has published an article on William of St. Thierry's Commentary on the Letter to the Romans. This biblical text's famous treatment of justification by faith led the monk Martin Luther to leave his monastery and his priestly vocation... what followed was the traumatic rupture in Christianity that is still a scandal today. Berger, who was Chair of New Testament Studies for decades at the Protestant Faculty at Heidelberg, maintains that Luther would have seen things differently if he had known William's work. It is well known that Luther admired Cistercian scholarship and ascetics, but William's commentary was not widely known in the 16th Century. Berger is translating it into German. His article on Cistercian Exegesis, Romans, St. Thierry, and Martin Luther recently appeared in a German essay collection. Order here.